Die Sakramente

Die sieben Sakramente, die wir in der katholischen Kirche feiern, sind im Grunde das, was viele sich heute wünschen: sicht- und fühlbare Zeichen der Liebe Gottes, in denen er uns nahe kommen will. Wasser, aufgelegte Hände, Brot und Wein – in diesen alltäglichen Dingen wirkt der Heilige Geist und führt jetzt und heute fort, was damals Jesus Christus in unserer Welt gewirkt hat, als er Menschen geheilt und ermutigt, ihnen ihre Schuld vergeben und einzelne in ihre Lebensaufgabe eingeführt hat.

Die Sakramente begleiten uns auf wichtigen Stationen des Lebensweges. Am Anfang des Lebens (bzw. des neuen Lebens mit Gott) steht die Taufe, durch die wir in die Gemeinschaft der Kirche aufgenommen werden. Den ersten Empfang der Heiligen Kommunion erfahren die meisten in dem Kindesalter, in dem man Grundlegendes zu verstehen beginnt. Die Firmung ist eine Stärkung durch den Heiligen Geist zu der Zeit, in der junge Menschen auf der Suche sind nach sich selbst und dem Sinn ihres Lebens. In der Phase der bindenden Lebensentscheidungen stehen die Sakramente der Ehe und der Priesterweihe. Die Krankensalbung steht für Trost und Stärkung in Phasen der Krankheit. Und schließlich kann sich der einzelne im Sakrament der Versöhnung Gottes liebende Vergebung in der ganz eigenen Lebensgeschichte zusagen lassen. Das Sakrament der Versöhnung und vor allem auch die Eucharistie (auch Heilige Kommunion genannt) kann ich immer wieder empfangen und mich vergewissern, dass Gott mir nahe ist. Die Verbindung mit Gott und unser Glaube lebt, wie jede Freundschaft oder jede Ehe, von häufigen wahrnehmbaren Zeichen der Versöhnung, wo das nötig ist, und der Liebe.