12.10.2015: Besuch der Ibrahim Al-Khalil-Moschee in Osnabrück

Mit Sonnenschein, guter Laune und der Vorfreude auf den Moschee-Besuch haben sich fünfzehn Frauen und Männer am Samstag (10.10.2015) auf den Weg nach Osnabrück gemacht. Nach kurzweiliger Zugfahrt ging es zu Fuß zur Ibrahim Al-Khalil-Moschee, wo wir in einem anscheinend “normalen”, unter Denkmalschutz stehendem Haus von unserer islamischen Gesprächspartnerin Dua Zeitun schon erwartet wurden.

Nach der Feststellung, dass das Haus zumindest von außen nicht als Moschee zu erkennen sei, hat sich dieser Eindruck nach dem Ausziehen der Straßenschuhe und dem Eintritt in den Gebetsraum der Moschee schnell gelegt. Der mit rot-gemustertem Teppich ausgelegte Raum, ausgestattet mit einer nach Mekka weisenden holzvertäfelten Wand, lädt ein, schnell ins Gespräch zu kommen. Dua Zeitun, geboren in Aachen, Tochter eines Imam, dreifache Mutter, geschieden, pädagogische Mitarbeiterin an der Katholischen Landvolkhochschule Oesede und nicht zuletzt noch Studentin der Islamwissenschaften, hat uns in knapp zwei Stunden in die unterschiedlichsten Facetten des Islam eingeführt. Gebetsraum, Gebetshaltungen und -inhalte, die fünf Säulen des Islam (Glaubensbekenntnis, fünfmaliges tägliches Gebet, Fasten (Ramadan), Pilgern (Mekka) und Spenden) regten unter vielem anderen zu einem lebendigen Austausch an.
Mit vielen neuen Eindrücken bereichert, ging es schließlich weiter in die Katholische Hochschulgemeinde Osnabrück, wo die Gruppe frischer Kaffee und Tee wie Apfel- und Pflaumenkuchen erwartete. Gut gestärkt und ausgeruht wurde schließlich der Gottesdienst der Kleinen Kirche besucht, der insbesondere durch seine Liturigie wie durch seine Musik – inspiriert von Huub Oosterhuis – eigene Akzente setzt. Abschließend ging es durch die Straßen von Osnabrück, die aufgrund der Moonlight-Shopping-Möglichkeiten von zahlreichen Feuerstellen und ein paar Feuernkünstlern gesäumt wurden, zufrieden und gut gelaunt mit dem Zug nach Twistringen zurück.