Twistringer Orgelherbst 2019

Orgelherbst19

Nicht mit Pauken und Trompeten,

aber mit Posaune und Orgel wird der Twistringer Orgelherbst am Sonntag, dem 13. Oktober, um 17.00 Uhr eröffnet. Alle Epochen sind vertreten, von der Renaissance bis zur Moderne. Es spielen Detlef Reimers und Johannes Schäfer.

Detlef ReimersDetlef Reimers arbeitete nach seinem Studium in Hamburg und Lübeck zunächst als Orchesterposaunist in Bremen.Seit 1987 konzentrierte er sich auf die Renaissanceposaune und Musik des 16. und 17. Jahrhunderts. In vielen Konzerten und Aufnahmen musiziert er in spezialisierten Ensembles wie „Musica Fiata Köln“, „Akademie für Alte Musik Berlin“, „Capella de la Torre“, „Weser- Renaissance“ u. a. Von 2000 bis 2008 hatte er einen Lehrauftrag für Posaune und Blechbläser Kammermusik an der Musikhochschule Münster.

 

 

 

 

 

Dr. Mateusz RzewuskiSehr erfahren, obwohl jung an Jahren

ist der 1991 geborene Warschauer Musikwissenschaftler und Konzertorganist Dr. Mateusz Rzewuski. Nach eingehenden Überlegungen zu den Möglichkeiten der Twistringer Becker-Orgel entschied er sich für ein Programm mit klassischer deutscher Literatur: Tunder, Lübeck, Bach, Mendelssohn. Darüber hinaus wird er improvisieren. Darauf darf man gespannt sein, denn hier offenbaren sich Musikalität und Persönlichkeit des Künstlers.

Wie gefragt Rzewuski ist, kann man daran erkennen, dass er allein in diesem Jahr zu 40 Konzerten in 13 Ländern gastiert. Neben Konzerteinladungen in großer Zahl erhielt der 28-Jährige viele Stipendien, zudem Preise bei internationalen Orgelwettbewerben.

In Twistringen ist er am Sonntag, dem 27. Oktober, um 17.00 Uhr.

  

Halle und Hamburg

sind die Wirkungsorte zweier außergewöhnlicher Musiker: Johann Philipp Krieger und Johann Adam Reincken. Das Collegium St. Annae setzt mit diesen beiden Barockmeistern den Schlusspunkt unter die Konzertreihe. Am Sonntag, dem 10. November, werden um 17.00 Uhr Beate Gehrken und vier Instrumentalisten zwei Hallenser Kantaten zu biblischen Texten sowie zwei großformatige hamburgische Triosonaten zu Gehör bringen.

BeateGerkenVital und anspruchsvoll, beschwingt und zugleich bis ins Kleinste durchdacht sind die beiden Instrumentalwerke Reinckens und werden es an Abwechslungsreichtum nicht mangeln lassen. Es spielen Heike Hartjens (Flöte), Dirk Ruröde (Violine), Ludwig Frankmar (Violoncello) und Johannes Schäfer (Orgelpositiv).

Eher innerlich anrührend und von größter Expressivität sind hingegen die beiden Gesangskompositionen Kriegers. Die erste ist ein andächtiges Gebet in Tönen, das andere ein froher Jubel über die Auferstehung des Heilandes.