Twistringer Orgelherbst

Auf den Spuren Gottfried Silbermanns lädt der Förderverein für Kirchenmusik zur Konzertreihe in St. Anna ein. Am 15. und 19. Oktober, sowie am 12. November kommen jeweils um 17 Uhr Werke aus der Welt der Instrumente Silbermanns zum Vortrag.

 Franko Vito Gaiezza

Eröffnet wird der diesjährige Twistringer Orgelherbst durch den international anerkannten Interpreten Franko Vito Gaiezza. Eigens zu diesem Anlass reist er aus dem fernen Sizilien zu uns - wie wir erfahren haben, der schönen Orgel wegen.
Geboren in Rom im Jahr 1962, studierte der vielseitige Künstler zunächst Klavier bei seinem Vater Ettore, einem renommiertem Klavierbegleiter von Sängern wie Gigli, Cobelli, Schipa, Pacetti, Corelli. Danach begann er seine Orgelstudien, u. a. ab 1986 am Conservatorio V. Bellini in Palermo. Er gab Orgel- und Klavierkonzerte, vor allem als geschätzter Begleiter für Sänger zum Beispiel Gianni Raimondi, Vincenzo La Scola, Roberto Servile, Silvana Nelli usw. Auch als Komponist und Autor machte er sich einen Namen.
Am Sonntag, dem 15. Oktober, hören wir ihn um 17.00 Uhr mit Werken von Bach, Rubinštejn, Andriessen und Messiaen.

Eckhart Kuper

Eckhart Kuper (* 1961) ist zwei Wochen später bei uns zu Gast und freut sich schon, wie er sagt, auf das für den Norden ungewohnte Klangbild einer an Silbermann orientierten Orgel. Für sein Programm hat er bewusst Literatur ausgesucht, die diesem Klangtyp besonders entspricht. Auch seine Improvisationskunst wird er unter Beweis stellen.
Kuper studierte an der Musikhochschule Hannover und erwarb dort die Diplome für Kirchenmusik und Komposition, setzte dann sein Studium bei Hans van Nieuwkoop am Sweelinck-Conservatorium in Amsterdam fort. Anschließend studierte er Cembalo bei Laios Rovatkay und schloss mit dem Solistendiplom ab.
Neben seiner Konzerttätigkeit als Cembalist, Pianist und Organist ist er Dozent für Historische Tasteninstrumente an der Hochschule für Musik und Theater in Leipzig, desgleichen für Cembalo und Continuo an der Hochschule für Musik und Theater in Hannover, ebenso an der Hochschule für Kirchenmusik in Herford.
Zugleich beschäftigt sich Kuper mit alten Stimmsystemen, dem sprachlichen Ansatz in der Musik sowie mit den Möglichkeiten der Körpererfahrung.