Muslimisches Leben in Deutschland

Der Kreis junger Frauen hatte in Harpstedt zum Gesprächsabend „Muslimisches Leben in Deutschland“ eingeladen. Als Referentin konnte hierzu Dua Zeitun gewonnen werden. Zeitun ist in Aachen geboren, in der Nähe von Osnabrück aufgewachsen und Tochter eines syrischen Imams.

Zudem ist sie dreifache Mutter, geschieden, pädagogische Mitarbeiterin an der Katholischen Landvolkshochschule Oesede und Studentin der Isalmwissenschaften. In der lebendigen und einladenden Weise wie Dua Zeitun Einblick in ihr Leben gab, verlief der Abend mehr als facettenreich. So führte Zeitun zunächst in das Leben von muslimischen Frauen in Deutschland in der ersten, zweiten und dritten Generation ein. Fühlten sich die Frauen und Männer der Gastarbeiterzeit der 1970er und 80er Jahre noch in ihrer Heimat Zuhause, so mussten die Frauen der zweiten Generation, den Spagat, sich als Deutsche bzw. als Vertreterin des Heimatlandes ihrer Eltern zu fühlen, bestehen, so sind die Frauen der dritten Generation erst jetzt in Deutschland angekommen. Sie sind hier Zuhause. Die Frage nach dem Kopftuch wurde auch besprochen und diskutiert. Und das Kopftuch wurde schließlich „gelüftet“, waren doch nur Frauen untereinander. Damit – und mit vielem anderen – hatten die Harpstedter Frauen sicherlich nicht gerechnet, so dass alle froh waren, bei diesem Gesprächsabend dabei gewesen zu sein. Danke Dua!